1. Was vor Corona schützt, wird für die Umwelt ein Problem

Einwegmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittelflaschen, die uns vor der Verbreitung von COVID-19 schützen sollen, landen vielerorts auf den Straßen, in der Natur und in den Meeren.

Mehr als einen Monat nach der Verordnung der Quarantäne sind die sonst belebten Straßen von Kalamata, einer südwestlich von Athen, inmitten des Anbaugebietes der bekannten Kalamata-Oliven gelegenen Stadt, weitgehend leer.

Das Problem gibt es nicht nur in Kalamata. Große Müllmengen, die im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie entstehen, gibt es auch in Metropolen wie New York und London. Und das Problem hat sogar die unbewohnten Soko-Inseln erreicht: Wenige Seemeilen vor Hongkong fand Gary Stokes von der Naturschutzgruppe OceansAsia bei drei Strandbesuchen rund 100 angespülte Masken.

Auswirkungen auf die Tierwelt

“Wenn sie auf die Straße geworfen werden und es dann regnet, landen die Handschuhe und Masken im Meer”, erklärt Anastasia Miliou, Meeresbiologin und Forschungsdirektorin des Archipelagos Institute of Marine Conservation in Griechenland.

Sobald die Masken einmal im Meer sind, seien sie eine Gefahr für Meereslebewesen. “In Hongkonger Gewässern gibt es pinkfarbene Delfine und grüne Schildkröten”, sagt Stokes. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie habe gezeigt, dass Plastik für Schildkröten wie Essen rieche, wenn es nur lange genug im Wasser schwimmt und sich Algen und Bakterien darauf angesiedelt haben.

Welche nachhaltigen Lösungen gibt es in dieser Pandemie?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte der DW, dass regelmäßiges Händewaschen im Vergleich mit dem Tragen von Gummihandhschuhen den größeren Schutz gegen COVID-19 für die Öffentlichkeit biete. In den USA stellt der Autohersteller Ford Kittel aus Airbagmaterialien her, die bis zu 50 Mal gewaschen werden können. Die Universität von Nebraska testet, ob ultraviolettes Licht medizinische Masken dekontaminiert und ihre Lebensdauer verlängert. So soll Abfall reduziert warden.

2. Corona: Wer hatte Kontakt mit wem?

Detektive der Coronakrise: Wie “Contact Tracer” am Telefon die Spur des Virus verfolgen, um die Infektion aufzuhalten. Beispiele aus San Francisco, Singapur und Bayern zeigen, was besser funktioniert als bei einer App.

Wenn Lucia Abascal einen Klienten anruft, fragt sie ihn zunächst, ob er ein Zuhause hat, und genug Nahrungsmittel für die kommenden 14 Tage vorhanden sind. “Es gibt viele Obdachlose in San Francisco. Nicht jeder kann sich eine Quarantäne leisten,” weiß sie.

Abascal arbeitet als Kontaktverfolgerin oder “Contact Tracer”. Sie ruft Kontakte von Menschen an, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, und veranlasst Tests für sie. Bei Bedarf kann sie ihnen Lebensmittelpakete und Medikamente schicken lassen oder im Falle von Obdachlosigkeit ein Hotelzimmer organisieren.

Die richtigen Fragen stellen

. Bis vor kurzem erhielten Klienten ohne Symptome jeden Tag eine automatisierte SMS, um ihren Gesundheitszustand zu überprüfen.
Jetzt werden alle Kontakte einer infizierten Person zweimal getestet, zu Beginn ihrer zweiwöchigen Quarantäne und am Ende noch einmal, auch wenn das erste Testergebnis negativ war. Jeder Anruf soll 15 Minuten dauern.

“Die meisten Menschen sind gefasst”

In Bayern haben seit Ende April rund 2500 Kontaktverfolger ihre neue Arbeit aufgenommen. Eine von ihnen ist Franziska Weiß. Die angehende Beamtin wurde gebeten, ihre Ausbildung zur Rechtspflegerin zu unterbrechen, um als Kontaktverfolgerin für die Region Nürnberger Land zu arbeiten

Obwohl sie den ganzen Tag am Telefon ist, genießt Weiß auch ihre Arbeit: “Ich rufe die Menschen auch an, um ihnen mitzuteilen, dass ihre Quarantäne endet. Das ist immer ein schöner Moment”.

3. Was kommt in welche Mülltonne?

Die Deutschen lieben Recycling und trennen fleißig ihren Müll. Das Problem ist nur: Sie wählen oft die falsche Mülltonne, wenn sie etwas wegwerfen.

Von Eva Pfeiffer

Fangen wir mit einer einfachen Aufgabe an: Die Flasche mit dem Olivenöl ist leer. Wohin damit? In den Glascontainer, richtig. Genauer gesagt: in den Container für Grünglas – wenn die Flasche grün ist. Problem gelöst? Nicht ganz. Da ist ja noch der Verschluss der Flasche. Der kommt nicht in den Glascontainer, sondern in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Und jetzt wird es ein bisschen kompliziert. Denn nicht alle Kommunen in Deutschland haben diese Gelben Tonnen.

Es gibt fünf Kategorien: erstens Verpackungen aus Material wie Kunststoff oder Aluminium, zweitens Glasbehälter, drittens Papier, Pappe und Kartons, viertens Restmüll und fünftens Biomüll. Für jede dieser Kategorien muss es nach dem Gesetz Behälter geben – auch wenn in manchen Kommunen noch immer die Biotonne fehlt.

Am einfachsten ist es mit Papier und Glas. Glas muss man nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortieren. Und falls Sie sich fragen, wohin blaues Glas kommt: in den Container für Grünglas. Nicht in die Glascontainer kommen Keramik, Spiegel, Fensterglas oder Trinkgläser.

Die Biotonne ist für Küchenabfälle wie Gemüse und Obst, Essensreste, alte Blumen und kleine Mengen von Abfällen aus dem Garten.
An vielen Orten kommt der Verpackungsmüll in einen gelben Sack oder eine gelbe Tonne – und von dort ins Recycling. Manchmal gibt es auch Container dafür.

Schließlich ist da noch der Restmüll: Diese Abfälle kann man nicht recyceln.. Sie machen es nur nicht immer richtig. Falsche Mülltrennung passiert so oft, dass es dafür ein Wort gibt: der Fehlwurf. Besonders den Unterschied zwischen Restmüll und Verpackungsmüll haben viele nicht verstanden.
Korrektes Recycling ist also wirklich wichtig. Dabei helfen die Kommunen auch online: Oft bieten sie auf ihren Websites Informationen zur Mülltrennung an. Ein tolles Beispiel sind die Abfall-ABCs.

Download File

UNTERSTÜTZT DURCH :