Tannenwald

Trojan, Johannes

Wo bin ich gewesen?
Nun rat einmal schön!
Im Wald bist gewesen,
das kann ich ja sehn.

Spinnweben am Kleidchen,
Tannnadeln im Haar,
das bringt ja nur mit,
wer im Tannenwald war.

Was tat ich im Walde?
Sprich, weißt du das auch?

Hast Beerlein gepickt
vom Heidelbeerstrauch.

O sieh nur, wie blau
um das Mündchen du bist!
Das bekommt man ja nur,
wenn man Heidelbeern isst!

Lichtlein auf der Wiese

Vogel, E.

Lichtlein auf der Wiese
blas’ ich alle aus,
und es fliegen Sternchen
in die Welt hinaus,
schweben in der Sonne,
schweben auf und nieder.
Nächstes Jahr zur Frühlingszeit
gibt’s neue Lichtlein
wieder. _
Doch zuerst, du wirst es sehn,
wird die Wiese, wird die Wiese
ganz in Gold, in Golde stehn.

Dank der Natur

In früher Morgensonne
rostrot der Wald erglüht,
als jubele er mit Wonnen
dem Himmel sein Dankeslied.

Die vielen tausend Früchte
fallen der Erde in den Schoss
und neu entstehen die Wälder
erhaben, reich und groß.

Die Erde stets zu erneuen,
so hat es der Schöpfer gedacht,
lässt die Natur Samen streuen,
dass neues Leben erwacht.

Schwer hängen die Äste der Buchen
von Früchten voll, sie tragen ‘s kaum,
für all ihre tierischen Gästen
ein wahrer Sommertagstraum.

Download File

UNTERSTÜTZT DURCH :